Zensurversuch durch Deutsche Bank

Die Deutsche Bank versucht derzeit mit Fristsetzung bis kommenden Montag einen Dokumentarfilm zu zensieren. Es geht dabei um den Film “Schuld. Die Barbarei Europas“. Das Schreiben der Deutschen Bank ist im Netz veröffentlicht. Rechtsanwalt Thomas Stadler beleuchtet den juristischen Hintergrund. Mehr zu dieser Geschichte und das Video gibt es bei Netzpolitik: Nahrungsmittelspekulation: Deutsche Bank will Dokumentarfilm zensieren.

Update:

Das Video ist direkt auf YouTube verfügbar: Schuld. Die Barbarei Europas (16:49). Im Schreiben der Bank lautet der Name anders, vermutlich handelt es sich um die auch auf YouTube verfügbare Kurzfassung Mikropsychia — Die Barbarei der Privatheit (5:35).

Die Suche nach “Schuld. Die Barbarei Europas” bei Google liefert ungefähr 572.000 Ergebnisse (Stand: 18.12.2011 02:17 Uhr, beim Reload springt es auch auf 126.000 und 127.000 Treffer, es gibt also drei Antworten). Die Deutsche Bahn hat in der Vergangenheit bereits lernen dürfen, was der Streisand-Effekt ist. Möglicherweise ist es nun an der Deutschen Bank, diese Lektion bei Wikipedia nachzuholen.

Update 2011-12-28 23:19:

Bereits am 21.12.2011 gab es Neuigkeiten, wie Telepolis in Die Bank, die Kunst und der Hunger berichtet. Der Pressesprecher der Deutschen Bank hätte vielleicht einmal googeln sollen, bevor er Interviews gibt. Die Deutsche Bank wurde offensichtlich durch öffentlichen Druck zum Einlenken bewegt.

This entry was posted in Zensur and tagged . Bookmark the permalink.

Comments are closed.